Ein Lagerfeuer machen

Juni 17, 2015

Lagerfeuer

Stelle dir folgendes Szenario vor: Du und ein paar Freunde haben für das Wochenende einen Camping Ausflug an den See geplant. Sobald Du und deine Jungs am See ankommen, entscheidet ihr euch, Kanu zu fahren. Aber während ihr auf dem Wasser seid, beginnt einer deiner Freunde rumzualbern und stößt dich versehentlich ins Wasser.

 

Deine komplette Ausrüstung wird nass, einschließlich deiner einzigen Packung Streichhölzer. Was wirst du jetzt tun? Wie willst du Feuer machen um dich warm zu halten und deine Kleidung zu trocknen?

Ein Lagerfeuer in der Wildnis ohne Streichhölzer oder ein Feuerzeug kann manchmal eine große Herausforderung darstellen. Feuer ist nicht nur eine Wärmequelle, sondern auch eine Lichtquelle. Feuer ist eine der Grundvoraussetzungen, um im Freien zu überleben.

Feuer bietet auch die Möglichkeit, Wasser zu reinigen und Essen zu kochen. Es wird daher empfohlen, dass jeder Mensch wissen oder lernen sollte, wie man Feuer macht.

EINSTIEG

Um ein Feuer zu machen, musst du zuerst über die erforderlichen Materialien verfügen. Zunächst sammelst du eine kleine Menge Zunder (trockenes Gras, Blätter, kleine Stöcke, Rinde) und wirfst alles auf ein Haufen zusammen, wodurch sich eine Art Nest formt.

Sobald du das getan hast, sammelst du einige trockene Äste. Achte darauf, dass du sowohl große als auch kleine Äste sammelst, weil du beides brauchst, um ein Feuer zu machen.

Verschiedene Möglichkeiten, um Feuer zu machen

Mit dem Zundernest, den Zweigen und den Ästen, kannst du nun wählen, welche Methode du zum Feuer machen verwendest. Es gibt viele Möglichkeiten, aber nicht alle erweisen sich auch immer als praktisch. Werfen wir einen Blick auf zwei der einfachsten und effektivsten Möglichkeiten, um dein Feuer zu starten:

 

Lupe

Lupe Feuer

Die erste Möglichkeit ist eine der einfachsten, um ein Feuer ohne Streichhölzer zu starten. Diese Methode erfordert eine Lupe und die Lichtstrahlen der Sonne. Halte einfach die Lupe vor die Sonne, bis du ein Lichtpunkt auf dem Zunder erkennen kannst. Es kann eine Weile dauern, aber versuche, den Lichtpunkt so klein wie möglich zu halten. Je größer der Punkt, desto länger dauert es, den Zunder zu entzünden.

Auch, wenn eine Lupe nicht nicht verfügbar ist, kannst du verschiedene Objekte, wie ein Stück Glas oder eine Flasche mit Wasser verwenden.

Letztendlich ist diese Methode nur dann sinnvoll, wenn es ausreichend Sonnenlicht gibt. Das bedeutet, dass dieses Verfahren bei bewölktem Himmel nicht funktionieren wird.

 

Feuerbohrer

Feuerbohren

Die dritte Möglichkeit, ein Feuer zu machen, ist der Feuerbohrer. Der Feuerbohrer ist der zuverlässigste Weg, um Feuer zu machen. Es ist aber auch am schwierigsten umzusetzen und erfordert einiges an Ausdauer und Einfallsreichtum. Dieses Verfahren ist am günstigsten, da es in nahezu jeder Situation angewendet werden kann. Der Feuerbohrer besteht aus vier Teilen:

Der Bogen:

Um den Bogen zu erstellen, brauchst du einen Zweig, der flexibel ist und zu einem Bogen geformt werden kann. Der Zweig sollte etwa so lang sein wie dein Arm und so breit wie dein Zeigefinger. Versuche den Zweig sanft in die Form eines Halbmondes zu biegen. Binde ein Stück Schnur, Schnürsenkel, oder ähnliches an jedem Ende des Zweiges fest. Fest genug, damit der Zweig beim loslassen die Form behält.

Die Spindel:

Um deine Spindel zu erstellen, brauchst du einfach nur einen geraden, etwa 30 cm langen Zweig. Damit wird die Reibung erzeugt, die dann hoffentlich Glut produzieren wird, welche wir dann verwenden werden, um das Feuer zu starten.

Das Druckstück:

Alles was du für dein Druckstück brauchst, ist ein Stein oder ein Stück Holz. Wenn du ein Stück Holz benutzt, gehe sicher, dass es massiver ist als deine Spindel. Das Druckstück wird verwendet, um Druck auf das obere Ende der Spindel auszuüben, so dass die Spindel beim Drehen an der gleichen Stelle bleibt.

Das Bohrbrett:

Das Bohrbrett ist die Basis für den Feuerbohrer. Um das Bohrbrett zu erstellen, musst du eine V-förmige Kerbe in die Seite eines ziemlich flachen Stücks Holz schneiden. Daneben machst du einen kleinen Einschnitt, der gerade groß genug dafür ist, dass die Spitze der Spindel hineinpasst.

 

So wird’s gemacht:

Nun, da du alles zusammen hast, um den Feuerbohrer zu benutzen, lass uns Feuer machen!

Was du tun musst, ist einfach. Lege dein Bohrbrett auf eine ebene Oberfläche und stelle sicher, dass es nicht hin und her rutscht. Als nächstes nimmst du deine Spindel und deinen Bogen. Forme eine Schleife mit der Schnur des Bogens und stecke die Spindel durch die Schleife hindurch. Lege nun das untere Ende der Spindel auf die Vertiefung des Bohrbrettes. Am oberen Ende der Spindel legst du das Druckstück drauf.

Jetzt, wo alles zusammengebaut ist, musst du den Bogen hin und her bewegen und eine konstante nach unten gerichtete Kraft auf das Druckstück ausüben. Die Spindel sollte schnell gedreht werden, um optimale Reibung zu erzeugen. Bewege den Bogen hin und her, bis Glut erzeugt wird. Übertrage die Glut so schnell wie möglich auf das Zunder. Sobald die Glut auf dem Zunder ist, musst du anfangen zu pusten, bis eine Flamme entsteht.

Der schwere Teil ist geschafft. Alles, was du jetzt noch tun musst, ist dem Feuer Holz zu geben. Je mehr Holz du dem Feuer gibst, desto größer wird es. Starte mit der Anhäufung kleiner Zweige und sobald das Feuer größer wird, legst du nach und nach die größeren Äste aufs Feuer.

WAS KANNST DU MIT DEM FEUER TUN?

Wärme erzeugen
Licht erzeugen
Essen kochen
Wasser kochen
Insekten und Raubtiere verscheuchen/fernhalten

TREFFE VORSICHTSMAßNAHMEN

Ein Feuer zu haben bietet viele Vorteile. Es ist jedoch wichtig es im Auge zu behalten, weil es auch eine große Gefahr darstellen kann. Feuer kann viel Gutes bringen, aber es kann auch sehr gefährlich sein.

Die heißen Flammen und die Glut können einige schwere Verletzungen verursachen, wenn es zu Kontakt mit deiner Haut kommt. Außerdem ist es wichtig auf die Umgebung zu achten, wenn du ein Feuer machst. Stelle sicher, dass du dein Feuer nicht in einer trockenen Umgebung machst. Denn an solchen Orten kann ein Feuer verheerende Folgen haben und außer Kontrolle geraten.

Du solltest dein Feuer außerdem nie unbeaufsichtigt lassen. Wenn du schlafen gehst, schütte einfach etwas Wasser oder Sand ins Feuer, um es zu löschen.

Und gehe immer sicher, dass du eine Feuerstelle machst, bevor du dein Feuer zündest.



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